Allgemeine Informationen

Geografie
Gambia ist das flächenmäßig kleinste Land Afrikas. Geographisch liegt es auf einer Breite von 13°28' Nord und 16°34' West, was den Zeitunterschied von 1 Stunde zur MEZ und 2 Stunden zur MESZ erklärt. Es ist im Norden, Osten und Süden vom Senegal umgeben. Die gemeinsame Grenzlänge beträgt 740 km. Die westliche Begrenzung bildet der Atlantische Ozean mit einer Küstenlänge von 80 km. Der geographisch niedrigste Punkt liegt aufO m Meeresniveau und die höchste Erhebung
ist ein 53 Meter hoher namenloser Hügel. Das Land ist durch den Gambia-Fluss in eine Nord-und eine Südhälfte auf der gesamten Länge geteilt. Die Ufer werden von Mangrovensümpfen gesäumt. Ansonsten sind Savannen verbreitet. Der Fluss ist nur mittels Fähren zu überqueren, erst weiter östlich im Senegal gibt es eine Autobrücke.

Politik
Politisch erlangte Gambia im Jahr 1965 seine Unabhängigkeit von Großbritannien und wurde anschließend fast 30 Jahre lang vom Präsidenten Jawara regiert. Nach einer kurz dauernden Vereinigung mit dem Senegal (1982-1989) und einem Militärputsch durch den jetzigen Präsidenten Jammeh, im Jahr 1994, hat sich die politische Situation stabilisiert. 1997 trat eine neue Ver-
fassung in Kraft. Gambia ist eine MehrparteienRepublik, wobei der Präsident bisher zwei Mal gewählt wurde. Zur Wahl der einkammerigen Nationalversammlung werden 48 Mitglieder gewählt,  5 Mitglieder werden vom Präsidenten ernannt.

Verwaltungsmäßig ist Gambia in 5 Bezirke und die Stadt Banjul gegliedert. Am Nationalfeiertag, dem 18. Februar, wird an die Unabhängigkeit von Großbritannien erinnert. Das Rechtssystem entstammt dem britischen Zivilrecht mit Elementen des Korans und traditioneller Gesetzgebung.

Wirtschaft
Gambia hat keine Bodenschätze und fast keine Industrie, weshalb es für die Wirtschaftsmächte uninteressant blieb. Wichtigste ökonomische Stütze ist die Landwirtschaft. Das Hauptanbauprodukt sind Erdnüsse, die man teilweise in den Ölmühlen des Landes weiterverarbeitet, die aber hauptsächlich exportiert werden. Etwa ein Drittel der jährlichen Exporteinnahmen stammt aus dem Verkauf von Erdnüssen und Erdnussprodukten. Der Gemüseanbau, meist Reis und Hirse, ist ebenso wie die Tierhaltung der Selbstversorgung vorbehalten. Der Fremdenverkehr, der in den letzten Jahren ausgebaut wurde, ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Der Anteil der Dienstleistungen am Bruttoinlandsprodukt beträgt nahezu 60 %. Gambias Handelsbilanz ist negativ. Das geschätzte Bruttoinlandsprodukt beträgt 422 Millionen US-Dollar bei einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 6%.